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        <title>Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in München</title>
        <description> iranisches generalkonsulat iranisches general konsulat Konsulat der islamischen Republik Iran - Muenchen</description>
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        <title>Handelsblatt: IRAN - Sanktionen überdecken die eigene Ratlosigkeit</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt; Angemessen, treffsicher und zielgenau sollen die neuen Iran-Sanktionen der EU sein. Doch so richtig konnte gestern nicht einmal Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklären, wer da eigentlich getroffen wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ohnehin schon am Boden liegende iranische Öl- und Gasindustrie, die nicht einmal genug Benzin für das Land erzeugt? Das dürfte die Führung in Teheran wohl dazu bewegen, noch starrsinniger an ihrem umstrittenen Atomprogramm festzuhalten. Die Transportbranche? Das wird die Isolierung des Landes weiter vergrößern und die Radikalen um Präsident Ahmadinedschad stärken. Die Revolutionsgarden? Die werden sich nun noch mehr an ihre Macht klammern und Gespräche mit dem Westen erschweren.&lt;br /&gt;Nein, ein großer Wurf sind die neuen Sanktionen gegen das Mullah-Regime in Teheran gewiss nicht. Eher schon ein Ausdruck der Ratlosigkeit. Die USA und die EU mussten einsehen, dass sie für immer schärfere und immer umfassendere Strafen keine Mehrheit in der Uno finden. Russland und China haben der letzten Resolution des Weltsicherheitsrats Anfang Juni zwar zähneknirschend zugestimmt. Zugleich sind aber wichtige aufstrebende Länder wie Brasilien oder die Türkei aus der Sanktionsfront ausgeschert. Sie führen den Dialog mit Teheran, den der Westen bisher vergeblich beschwört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Europäische Union ist dies besonders ärgerlich. Schließlich bemühen sich die Europäer schon seit Jahren um eine Verhandlungslösung – ohne Erfolg. Die ausgestreckte Hand greift ins Leere, räumt selbst Westerwelle ein. Zwar kommen nun – wie bei jeder Sanktionswelle – zunächst wieder versöhnliche Signale aus Teheran. Außenminister Mottaki möchte gleich nach der Sommerpause mit den Europäern reden. Doch gleichzeitig droht Präsident Ahmadinedschad mit harten Gegenreaktionen. Offenbar spielt die iranische Führung wieder einmal mit verteilten Rollen auf Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ärgerlicher ist das Ganze für die deutsche Wirtschaft. Obwohl sie ihr Iran-Engagement seit Monaten zurückfährt und, wenn überhaupt, nur noch „politisch korrekte“ Geschäfte macht, droht ihr nun ein weiterer Rückschlag. Die Sanktionen gegen das Bank- und Versicherungsgewerbe und die Beschränkungen bei Finanztransfers machen neue Verträge praktisch unmöglich. Gleichzeitig stehen Firmen aus Asien und Südamerika bereit, einzuspringen. Anders als deutsche Unternehmen sind sie nicht an die EU-Sanktionen gebunden. Vor allem in der Energieversorgung winken lukrative Geschäfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das wäre noch hinzunehmen, wenn die Bundesregierung ihre Iran-Politik rechtzeitig und allgemein verständlich erklärt hätte. Doch genau das ist nicht der Fall. Hin- und hergerissen zwischen Wirtschaftsinteressen und Staatsräson haben vor allem Westerwelles Liberale lange gezögert. Erst auf massiven Druck der USA und Israels ist die schwarzgelbe Bundesregierung auf den neuen, härteren Kurs eingeschwenkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei hat sich Berlin ein Hintertürchen offen gelassen, wie der Streit um die Europäisch-Iranische Handelsbank in Hamburg zeigt. Die macht immer noch Geschäfte mit dem Mullah-Regime, obwohl die USA längst ein Verbot fordern. Auch Frankreich und Großbritannien möchten, dass Deutschland endlich einschreitet. Tatsächlich könnte sich an der Handelsbank zeigen, wie ernst es Berlin und Brüssel tatsächlich mit den Iran-Sanktionen meinen. Erst wenn auch diese Lücke geschlossen wird, kommt das Exportgeschäft zum Erliegen. Die Diskussion gehe hinter den Kulissen weiter, hieß es gestern in Brüssel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Handelsblatt vom 27.07.2010, Seite 8&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>Neue Visagebühren</title>
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&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr; font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wir geben hiermit bekannt, dass die Visagebühren sich, gemäß Richtlinien des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran, zum 23.07.2010 geändert haben. Zusätzlich gibt es eine Änderung bei der Reisepassgebühr nicht volljährigen Personen. Diese sind von 80 € auf 40 € herabgesetzt worden.&lt;br /&gt;Die neue Gebührentabelle können Sie an sofort unter folgendem Link herunterladen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.irangkm.de/DE/subcat/download.php?id=MTA1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(255, 0, 0);&quot;&gt;WICHTIG: Ab dem o. g. Zeitpunk werden nur Anträge mit angepasster Gebühr berücksichtigt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>Außenminister Mottaki: Iran zu technischen Verhandlungen über Uranaustausch bereit </title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt; Istanbul (Press TV) - Nach Angaben des iranischen Außenministers Manutschehr Mottaki ist Teheran bereit, technische Verhandlungen über den Austausch von schwach angereichertem Uran gegen den Erhalt von Brennstäben aufzunehmen.&lt;/span&gt;   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &amp;quot;Iran ist bereit, nach dem Fastenmonat Ramadan im September seine Atomverhandlungen mit der Gruppe 5+1 bestehend aus China, Russland, den USA, Frankreich und England sowie Deutschland zu beginnen&amp;quot;, sagte Mottaki laut Press TV am Sonntag nach seinen Gesprächen mit den Außenministern der Türkei und Brasiliens. Die iranische Regierung werde am Montag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) per Brief ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Verhandlungen mit der Gruppe 5 +1 über eine Urananreicherung im Ausland übermitteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Außenminister von Brasilien, der Türkei und Iran haben am Sonntag in Istanbul die Teheraner Erklärung zur Urananreicherung außerhalb Irans erörtert.
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>Volker Perthes im Interview mit ksta: Die großen führenden Staaten in der Region heißen heute Iran und Türkei</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic; font-weight: bold;&quot;&gt; Volker Perthes von der Stiftung Wissenschaft und Politik glaubt zwar nicht, das im Nahen Osten ein Krieg unmittelbar droht. Allerdings gebe es eine Stimmung von erheblicher Spannung, betont der Politologe im Interview.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr Perthes, ist die Stimmung im Nahen Osten ist explosiver als zuvor? Ist gar ein Krieg in Sicht?&lt;br /&gt;VOLKER PERTHES: Ich würde nicht sagen, dass ein Krieg unmittelbar droht. Aber es gibt eine Stimmung von erheblicher Spannung. Das ist nicht ungewöhnlich und auch nicht immer neu im Nahen Osten, aber was auffällt ist, dass wir im Augenblick keine echte Kraft haben, welche die Spannungen ausgleichen könnte oder durch Vermittlung zu lösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher war die Türkei ein klassischer Vermittler. Gibt es eine Neuausrichtung des Landes?&lt;br /&gt;PERTHES: Die Türkei hat sich gerade mit dieser Neuausrichtung, die sie seit 2002 gewählt hat, als Vermittler im Nahen Osten verstanden und viele sinnvolle Dinge getan, etwa syrisch-israelische Verhandlungen auf den Weg gebracht. Sie sollte das auch weiter tun. Aber in den letzten Wochen, angesichts der Krise um die Gaza-Hilfsflotillen, hat sie sich von einem Mittler zu einem Teilnehmer an Konflikten verwandelt und damit auch ihr Potenzial als ehrlicher Makler verloren. Denn, um diese Rolle zu spielen, muss man eine gute Beziehung zu allen Betroffenen haben, also auch zu Israel.&lt;br /&gt;Bewegt sich die Türkei von Europa weg?&lt;br /&gt;PERTHES: Ich denke, das kann man so nicht sagen. Auf der einen Seite rückt der EU-Beitritt für die Türkei in weite Ferne, weil es Widerstand von einigen großen und einigen kleinen Mitgliedstaaten gibt. Zum anderen hat sie genug Selbstbewusstsein zu den eigenen Reformen und politischen Entwicklungen entwickelt. Sie sagt: Wir wollen nicht einfach die östliche Peripherie Europas sein, sondern sehr wohl im Zentrum einer eigenen Region, die sich um uns herum gruppiert - und dazu zählt Europa genauso wie der Nahe und Mittlere Osten. &lt;br /&gt;Ist der Blick einiger Regierungen im Nahen Osten verengt?&lt;br /&gt;PERTHES: Es gibt Regierungen, die den Blick für die Realität verlieren. Und das war in den letzten Wochen bei der Regierung von Benjamin Netanjahu der Fall. Seine Regierung hat auf eine Weise auf die Gaza-Flotilla reagiert, als ob man in seiner gesamten Umwelt nur noch Feinde sieht. Sie hat ein Stück weit das Gefühl dafür verloren, dass Freunde wie Deutschland, wie die USA, mit Maßnahmen, die Israel auch vor langer Zeit schon ergriffen hat, nicht einverstanden sind. Und das ist gefährlich für ein Land wie Israel, das ja echte Feinde hat.&lt;br /&gt;Braucht Israel einen starken Part an seiner Seite, der ihm hilft, die Dinge wieder richtig zu sehen, wie die USA oder die EU?&lt;br /&gt;PERTHES: Die USA, die EU-Staaten oder auch Deutschland sind am ehesten in der Lage, der israelischen Regierung zu erklären, wo sich Zustimmung oder Akzeptanz für israelische Politik in ihren eigenen Ländern verringert. Ich denke, es müsste schon ein Warnzeichen für eine israelische Regierung sein, dass der Bundestag einstimmig eine Resolution verabschiedet, in dem eine nicht nur Lockerung, sondern Aufhebung der Gaza-Blockade gefordert hat, wie es zuletzt geschehen ist. Da hilft es nicht zu sagen: Die sind alle gegen uns. Sondern da muss sich die Netanjahu-Regierung fragen, wo sie möglicherweise selber Fehler gemacht hat. &lt;br /&gt;Die Vermittlungstätigkeit von US-Präsident Barack Obama scheint nicht erfolgreich gewesen zu sein. &lt;br /&gt;PERTHES: Er ist unheimlich stark gestartet und hat im Nahen Osten bei seiner Amtsübernahme einen sehr erfahrenen Vermittler eingesetzt, den ehemaligen Senator Mitchell. Aber seine Bemühungen sind ein Stück weit ins Stocken geraten. Das liegt an ganz unterschiedlichen Dingen, an der Situation zwischen Palästinensern und Israelis, an der fehlenden Bereitschaft der derzeitigen israelischen Regierung, kurzfristige Interessen wie den Siedlungsbau aufzugeben für das langfristige Interesse für einen langfristigen Frieden mit den Palästinensern. Zudem bereiten sich die Amerikaner auf die Zwischenwahlen im Herbst vor, man hat enorme Probleme im eigenen Land, wie die Katastrophe im Golf von Mexiko. &lt;br /&gt;Wer hält denn den Schlüssel zur Lösung des Konflikts in der Hand?&lt;br /&gt;PERTHES: Den Schlüssel halten zunächst Palästinenser und Israelis selbst in der Hand. Wenn man sagt, sie sollen direkt miteinander verhandeln - die sogenannten Annapolis-Gespräche wird nicht zu einem Ergebnis führen, wenn es nicht eine starke aktive Vermittlung von außen gib. Dazu sind erstens die Kräfteverhältnisse zwischen Israelis und Palästinensern zu asymmetrisch sind. Zum anderen müssen beide Seiten erhebliche Widerstände überwinden, wenn sie zu einem Kompromiss kommen wollen und auch das werden sie nicht tun, nicht schaffen oder nicht schaffen wollen, wenn da nicht eine starke helfende Hand dabei ist, die Druck von außen ausüben kann. Das sind sinnvoller Weise Europäer und Amerikaner in Kombination, aber sicherlich geht es nicht ohne die Amerikaner.&lt;br /&gt;Das ist nur ein Teil der regionalen Konfliktpotenzials. Es gibt weitere wie den Iran.&lt;br /&gt;PERTHES: Es gibt reichlich Konflikte und es gibt strukturelle Verschiebungen. Die arabischen Staaten sind geschwächt. Es gibt hier zwar noch Gegner Israels, aber es gibt keinen arabischen Staat, der ernsthaft in der Lage wäre, eine Führungsfunktion in der arabischen Welt, gerade in einem neu angelaufenen Friedensprozess zu übernehmen. Die großen führenden Staaten in der Region heißen heute Iran und Türkei. Sie sind keine arabischen Staaten, was auch Konflikte auslöst, weil das den arabische Staaten nicht gefällt. Die Türkei nimmt ihre potenzielle Vermittlerrolle nicht wahr und Iran zeigt kein Interesse an einer solchen Rolle, sondern eher ein destabilisierender Faktor ist, der wahrscheinlich nicht uninteressiert daran wäre, wenn es zwischen Israel und Hamas oder Israel und Libanon wieder zu neuen Spannungen käme, weil das ein wenig ablenken würde von dem Problem, das Iran mit der internationalen Gemeinschaft wegen des Atomprogramms hat.&lt;br /&gt;Iran als Kriegstreiber?&lt;br /&gt;PERTHES: Iran ist sicherlich kein Staat, der aktiv einen Krieg oder eine militärische Auseinandersetzung sucht. Aber das Land hat eine politische Führung mit Präsident Ahmedinedschad, der ein sehr riskantes, provokantes Spiel spielt, immer zu Provokationen bereit ist, in dem er fortwährend davon spricht, dass Israel eines Tages verschwinden wird. In Klammern gesagt: Er sagt nicht, dass Iran Israel zum Verschwinden bringen wird, sondern er sagt einfach, historisch wird Israel eines Tages verschwinden. Aber das kommt natürlich in Israel genauso an - so dass es diejenigen unterstützt, die sagen, irgendwann wird eine militärische Auseinandersetzung mit Iran notwendig sein, allein um das iranische Atomprogramm militärisch auszuschalten. &lt;br /&gt;Was wären die Folgen eines Krieges?&lt;br /&gt;PERTHES: Es gibt eine ganze Reihe von regionalen Spielern und Beobachtern, die sagen, so ein kleiner, begrenzter Krieg wäre vielleicht nicht schlecht, weil er verkrustete und stagnierende Verhältnisse in Bewegung bringt. Das aber ist meines Erachtens eine Illusion. Es ist ein Zeichen von Frustration und Hoffnungslosigkeit mit Blick auf den Friedensprozess von Madrid und Oslo, der seit mehr als zwanzig Jahren vor sich hindümpelt.&lt;br /&gt;Was wäre notwendig, um das Schiff nicht in diese Richtung laufen zu lassen?&lt;br /&gt;PERTHES: Das Bild vom Schiff, das etwas führerlos dahindümpelt, trifft die Sache recht gut. Was man braucht, ist ein energischer Lotse, der sagt: Ich helfe euch, die Kollision zu vermeiden, die sonst zustande kommt, wenn ihr die Sachen so weiter laufen lasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Das Gespräch führte Michael Hesse &lt;/span&gt;&lt;br style=&quot;font-style: italic;&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger&lt;/span&gt;&lt;br style=&quot;font-style: italic;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
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        <title>Iranische Dörfer, ihre Attraktionen und Wunder</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt; Die menschlichen Niederlassungsorte sind unter besonderen geographischen Faktoren und unter bestimmten Bedingungen entstanden.&lt;br /&gt;Zu Beginn der Geschichte bildeten sich in der Regel menschliche Siedlungen an Flüssen und großen Seen oder dort, wo es gute Erde und ausreichendes Wasser gab. In Iran aber, ließen sich die Menschen tausend Jahre v. Chr. im Zentrum des iranischen Hochplateaus nieder und setzten sich mit dem Problem auseinander, wie sie an Trinkwasser gelangen und Bewässerung für ihre Felder schaffen können und somit fand die Gewinnung von unterirdischen Gewässern große Bedeutung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erfindung von Ghanaten, unterirdischen Bewässerungskanälen, und deren Anwendung zur Wassergewinnung und –versorgung für ihre Wohnorte und umliegende Felder war der Hauptgrund für die Wohnsitzänderung im Zentrum des iranischen Hochplateaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit führten diese neu erfundenen Wasserquellen zu neuen Wohnsiedlungen, deren Größe von dem Umfang der Wasserquelle abhängig war. Und wenn es dazu kam, dass diese Wasserversorgungsanlagen zerstört wurden, so verließ man die Wohnsitze. Aus diesem Grund hingen die Wohnsorte, deren Gestaltungsform und die Ausbreitung der Häuser und Felder stark vom Zugang zu Wasser und dessen Menge ab. Diese Abhängigkeit beeinflußte sogar die politische Macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iran hat wegen seiner speziellen geographischen Lage eine besondere strategische Bedeutung. Im Norden des Landes liegt der größte Binnensee der Welt; der Zugang zu den freien Gewässern im Süden und die Position des Landes als Brücke zwischen Ost und West sind und waren Gründe dafür, dass Iran immer wieder mit anderen Volksstämmen und Kulturen konfrontiert wurde, was sich auch auf die Gestaltung der iranischen Dörfer auswirkte, denn sie wollten ihre Sicherheit wahren und sich gegen andere Stämme, insbesondere nicht landwirtschaftliche Völker und Nomaden verteidigen können. Die meisten Niederlassungen im iranischen Hochplateau außer einigen Siedlungen an Flüssen, spielten eine große Rolle in sozialer und wirtschaftlicher Sicherheit, denn sie galten als Schutz der Wasserversorgungsanlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Hinblick auf die natürlichen Besonderheiten Irans und deren Einfluss auf die Lebensweise der Iraner im Laufe der Zeit bildete sich eine ländliche Atmosphäre in dieser Region. Obwohl sich die iranischen Dörfer im Bezug auf wirtschaftliche Aktivitäten besonders in der Landwirtschaft sowohl mit Aufschwung und zunehmender Produktion als auch mit der Dürre und Stagnation auseinandersetzen mussten, spielte die Landwirtschaft aber dennoch eine große Rolle in der iranischen Wirtschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Allgemeinen lassen sich die Faktoren, die die Entstehung der Dörfer beeinträchtigt haben, in einige bestimmte Merkmale zusammenfassen. Einer dieser Faktoren bezieht sich auf die Umwelt und geographischen Voraussetzungen, wie z.B. Boden, Bewässerung, Klima und die Pflanzenbedeckung. Die verschiedenen und vielfältigen biologisch-wirtschaftlichen Lebensformen insbesondere die Konfrontation des ländlichen Lebens mit dem nomadischen Dasein sowie kulturelle und soziale Angelegenheiten sind weitere Faktoren bei den Entstehungen der Dörfer. Auch die Besonderheiten des Eigentums- und der Nutzungsrechte des Bodens und der Bewässerung sowie Verteidigungs- und Sicherheitsangelegenheiten spielten eine große Rolle bei der Dorfgestaltung. Außer den genannten Faktoren hatten auch bestimmte Beziehungen zwischen Dörfern und Städten und die spezifischen Mechanismen in diesen Beziehungen, die hohe Technologie und technische sowie wissenschaftliche Fortschritte signifikante Einflüsse auf die Entstehung der Dörfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Bezug auf diese Merkmale entstehen auch in Iran unterschiedliche Ansiedlungen wie integrierte oder konzentrierte, einzelne oder dispergierte, lineare und provisorische Dörfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den meisten Regionen Irans, wo die Gefahr der Angriffe anderer Völker sehr hoch war und wo es auch begrenzte Wasserquellen gab, sind konzentrierte Dörfer entstanden. In solchen Dörfern wurden die Häuser unregelmäßig und rundum gebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die linearen Dörfer liegen meistens am Rande eines Flusses oder Verkehrsweges. Als Bespiel sind die Dörfer am südlichen Strand des Kaspischen Meeres zu nennen. Dispergierte Dörfer befinden sich oft in der Provinz Gilan, in der Nähe von Reisfeldern, wobei zweifellos auch die Bewässerung und Sicherheit eine große Rolle spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Provisorische Dörfer entstehen meist an Weidenflächen von Nomaden und in Bergregionen von Grundbesitzern und Landwirten und sie werden oft als Sommer- und Winterquartier benutzt. Daher werden sie auch vorläufige Wohnsitze genannt. Die Struktur iranischer Dörfer ist oft sehr alt und mit engen und kurvenreichen Wegen. Aber in den letzten Jahren haben sich die Dörfer stark verändert, wirtschaftliche und soziale und kulturelle Pläne sorgten für den Aufbau der Gemeinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Hörerfreunde, interessant zu wissen ist, daß sich das ländliche Leben in Iran mit einer tausend Jahre alten Geschichte, wirtschaftlich und gesellschaftlich erst in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Diese Änderungen sind in der Gestaltungsweise des ländlichen Wohnsitzes, in den Nutzungs- und Eigentumsrechten auf Wasserquellen und Grundstücke, sowie bei der Bewässerung und Anpflanzung zu sehen; man kann sie auch bei den Produktionswerkzeugen und der Nutzung menschlicher Kräfte und kulturellen sowie wirtschaftlichen Beziehungen zu den Städten beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da etwa 40% der iranischen Bürger auf dem Lande leben, wurden nach der Islamischen Revolution sehr viele Anstrengungen für den Aufbau deren Ansiedlungen unternommen. In dieser Beitragsreihe möchten wir über Dienstleistungen für ländliche Entwicklungen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten gemacht worden sind , sprechen und wollen Ihnen einige einzigartige iranische Dörfer und deren natürliche Touristenattraktionen vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den Dörfern in verschiedenen Gebieten Irans gibt es mehr als 500 Gemeinden, die mindestens eine historische oder natürliche Sehenswürdigkeit besitzen. In dieser Beitragsreihe sind Dörfer ausgewählt worden, die außer kulturellen und natürlichen Besonderheiten auch Touristenattraktionen haben die zu einer ländlichen Entwicklung führen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Teile finden Sie unter:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/113165-iranische-d%C3%B6rfer-ihre-attraktionen-und-wunder-teil-2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/113205-iranische-d%C3%B6rfer-ihre-attraktionen-und-wunder-teil-3&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/113322-iranische-d%C3%B6rfer-ihre-attraktionen-und-wunder-teil-4&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: German.IRIB&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;</description>
    </item>
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        <title>Einzigartige Iran-Bilder</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;Eine Dia-Show einzigartiger Iran-Bilder können Sie unter folgendem Link abrufen: &lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;http://picasaweb.google.com/royabarrette/IranNature#slideshow/5186963271938379314&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen Sie sich die Zeit....Es lohnt sich!&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>Parlamentspräsidenten Irans und der Schweiz bekräftigen kulturelle Beziehungen </title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt; Genf (Farsnews) - Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat sich für die Verstärkung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Iran und der Schweiz ausgesprochen.    Bei einem Treffen mit der schweizer Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer, welches am Mittwoch in Genf stattfand, wies Laridschani auf die guten Beziehungen beider Länder hin und sagte, dass die Neutralität der Schweiz eine positive Einstellung gegenüber diesem Land in Bezug auf regionale und internationale Fragen bewirkt habe.&lt;br /&gt;Bei diesem Treffen bekräftigte Laridschani, dass Iran auf gar keinen Fall die Herstellung von Atomwaffen anstrebt und ergänzte, dass die iranische Atomfrage nicht durch Verabschiedung von Anti-Iran-Resolutionen gelöst wird.&lt;br /&gt;Die schweizer Nationalratspräsidentin brachte bei diesem Treffen ihre Freude über die Teilnahme Irans an der dritten Konferenz der Parlamentschef der Mitgliedsländer der Interparlamentarischen Union in Genf zum Ausdruck. Pascale Bruderer unterstrich ferner, dass der Kulturaustausch zwischen der Schweiz und Iran zu einem besseren beiderseitigen Verständnis führen werde und deshalb von großer Bedeutung ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Geman.IRIB&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>Außenminister Mottaki vor Afghanistan-Konferenz mit Präsident Karsai zusammengetroffen</title>
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&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;  Kabul (IRIB/IRNA) - Der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki hat sich bei einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamed Karsai für regionale Zusammenarbeit zur Lösung der Krise in Afghanistan und Herstellung von Sicherheit in der Region gesprochen.    &amp;quot;Die Lösung der Afghanistan-Frage gewährleistet die Stabilität und Sicherheit in der ganzen Region&amp;quot;, sagte Mottaki und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die für diesen Dienstag geplante internationale Afghanistan-Konferenz dazu führt, dass die Afghanen die Führungsrolle in ihren eigenen Angelegenheiten übernehmen.&lt;br /&gt;Mottaki bekräftigte, dass die IRI weiterhin bereit ist, mit der afghanischen Regierung und Bevölkerung zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;Bei diesem Treffen äußerte Präsident Karsai die Zufriedenheit Kabuls über die Freundschaft mit Teheran, begrüßte die iranischen Vorschläge zur Beilegung der Krise in seinem Land und unterstrich die Bedeutung trilateraler Kooperationen zwischen Iran, Afghanistan und Pakistan zur Lösung der Probleme in der Region.&lt;br /&gt;Der iranische Außenminister, welcher zur Teilnahme an der internationalen Afghanistan-Konferenz nach Kabul gereist ist, traf sich am Montag auch mit dem afghanischen Parlamentspräsidenten Yunus Qanuni und führte mit ihm über den Ausbau der bilateralen Beziehungen Gespräche. Dabei bezeichnete Mottaki die Afghanistan-Politik der fremden Mächte in den vergangenen acht Jahren als gescheitert und die einseitige Intervention dieser Mächte ohne eine regionale Initiative als leistungsunfähig.&lt;br /&gt;Am heutigen Dienstag beraten hochrangige Delegationen aus mehr als 70 Ländern in Kabul über die Zukunft Afghanistans. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass in Kabul ein so hochkarätiges Treffen stattfindet. Aus Furcht vor Anschlägen sind ganze Stadtviertel und der Flughafen gesperrt.&lt;br /&gt;Bereits am Montagabend hatte es in der Nähe des Flughafens vier Detonationen gegeben. Offensichtlich wurde niemand verletzt. Die Taliban erklärten, sie hätten vier Raketen abgefeuert.  Montags waren nach einem Selbstmordanschlag der Taliban am Sonntag die ohnehin schon massiven Sicherheitsvorkehrungen in Kabul weiter verstärkt worden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: German.IRIB&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>NZZ: Irans Abgeordnete wollen Vergeltungsmassnahmen</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;Parlament billigt Gesetz gegen Fracht-Inspektionen&lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt; Iran will mit Vergeltungsmassnahmen auf die in den jüngsten Uno-Sanktionen vorgesehene Durchsuchung iranischer Schiffe und Flugzeuge reagieren. Das Parlament verabschiedete am Dienstag ein Gesetz, das im Gegenzug gleiche Massnahmen gegen die betreffenden Staaten vorsieht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(ddp) Ausserdem sollen Flugzeuge aus anderen Ländern nicht mehr in Iran betankt werden, wenn diese ihrerseits iranischen Maschinen Treibstoff verweigern. Kürzlich hatten zwei Flugzeuge aus Iran auf dem Hamburger Flughafen keinen Treibstoff erhalten. Warum ist bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sitzung der Abgeordneten in Teheran wurde live im staatlichen Fernsehen übertragen. Das Gesetz, das noch abgesegnet werden muss, sieht ausserdem vor, dass die Regierung beim Thema Atom weiterhin nur begrenzt mit den Vereinten Nationen zusammenarbeitet. Teheran lässt beispielsweise keine unangekündigten Besuche von Uno-Inspektoren zu. Ausserdem soll dem Gesetz zufolge Uran weiterhin auf einen Wert von 20 Prozent angereichert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Teheran im Streit über sein Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen, hatte der Weltsicherheitsrat im Juni eine vierte Runde von Strafmassnahmen verabschiedet. Iran verfolgt mit seinem Nuklearprogramm nach eigenen Angaben rein zivile Zwecke. Der Westen vermutet dagegen, dass die Regierung nach Atomwaffen strebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Neue Züricher Zeitung&lt;br /&gt;Foto: Reuters, Veröffentlicht auf NZZ Online&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>Handelsblatt: Das neue deutsche Wirtschaftswunder</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;   Selten war die Stimmung so optimistisch: Der Exportmotor brummt, die Gewinne sprudeln, und am Arbeitsmarkt ist Belebung spürbar. Eine Handelsblatt-Bilanzanalyse zeigt: Das Fundament für den Wiederaufstieg wurde in der Finanzkrise gelegt.&lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;McKinsey-Chef Frank Mattern lacht selten und geht mit Lob eher sparsam um. Der Mann neigt nicht zu Übertreibungen. Wenn er allerdings in diesen Tagen über den Zustand der deutschen Volkswirtschaft spricht, weiß er nur das Beste zu berichten: „Seit der Jahrtausendwende haben wir gewaltig an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen“, sagt er. Die schwere Finanz- und Wirtschaftskrise hält er für überwunden: „Das haben Gewerkschaften, Arbeitgeber und Politik ziemlich gut gemacht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niedergeschlagenheit war gestern, der Optimismus ist nach Deutschland zurückgekehrt. Alle relevanten Kennziffern auf dem Armaturenbrett der Volkswirtschaft sind in den grünen Bereich gedreht: Der Export wuchs im ersten Quartal um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, im März legten die Ausfuhren sogar um 23,4 Prozent zu. Auch im zweiten Quartal riss der Exportboom nicht ab: Plus 19 Prozent im April, für den Juni wird ein ähnlich gutes Ergebnis erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gewinnmeldungen der Konzerne lassen ebenfalls ein Rekordjahr erwarten, am Arbeitsmarkt wurde von Feuern auf Heuern umgeschaltet. Facharbeiter sind – wieder einmal – knapp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mehrzahl der Führungskräfte geht davon aus, dass Deutschland das Tempo halten kann. Das ergibt der Handelsblatt Business-Monitor International, eine Exklusiv-Umfrage im Auftrag dieser Zeitung und der Unternehmensberatung Droege &amp;amp; Comp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Großteil der deutschen Wirtschaftselite bezeichnet das erste Halbjahr demnach als „besser als erwartet“ und blickt nun voller Zuversicht in das kommende Jahr. 54 Prozent der befragten Manager gehen davon aus, dass sich die Konjunktur 2011 kraftvoller entwickeln wird als 2010. 58 Prozent erwarten, dass das Geschäft der eigenen Firma sogar noch besser läuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Krise hat die Deutschland AG stärker gemacht, lautet auch das Ergebnis einer Bilanzanalyse, die das Centrum für Bilanzierung und Prüfung (CBP) an der Uni Saarbrücken und das Beratungsunternehmen Oliver Wyman in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt durchgeführt haben. Dabei wurden die Jahresabschlüsse der 136 größten börsennotierten Unternehmen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis sei „eine kleine Sensation“, meint Bilanzexperte und CBP-Chef Karlheinz Küting.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders bei den wichtigen Kennzahlen Eigenkapitalquote und operativer Cash-Flow, auf die Banken besonders achten, zeigt der Trend nach oben. Die analysierten 136 Unternehmen haben ihre Liquidität um 16 Mrd. Euro erhöht. „Die enormen Fortschritte bei der Innenfinanzierung sind beeindruckend“, sagt Thomas Kautzsch, Partner bei Oliver Wyman. Anders als in der letzten Krise hätten die Unternehmen ihre Lagerbestände radikal heruntergefahren und kürzere Zahlungsziele vereinbart. Dadurch konnten sie Liquiditätsreserven mobilisieren. Dax-Konzerne wie Volkswagen oder Thyssen-Krupp erwirtschafteten so Milliarden. doh/mjh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Handelsblatt vom 28.06.2010, Seite 1&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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        <title>FERDOWSI - Von Gestern bis Heute</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;Liebe Hörerfreunde, mit dieser neuen Sendereihe wollen wir Ihnen anläßlich der 1000-jährigen Existenz des “Schahname&amp;quot; oder &amp;quot;Buch der Könige” den Schöpfer dieses Meisterwerkes, nämlich Abul Qassem-e Ferdowsi ein wenig näher bringen.&lt;br /&gt;Bei unserem ersten Beitrag zu dem Thema „Ferdowsi von Gestern bis Heute“ hatten wir Sie schon etwas mit dem Verfasser des Schahname und seiner Zeit bekannt gemacht. Dieses Mal wollen wir etwas näher auf das Leben des Dichters und die Art und Weise des Vortrages dieses großen iranischen Nationalepos eingehen. Wir hoffen Sie finden auch heute wieder die Zeit um zuzuhören!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Blüte der Farsi-Literatur und Poesie nach dem Einzug des Islams in Iran, begann mit der Zeit der Samaniden-Herrschaft, Die Samaniden regierten von 819-1005 in Transoxanien und Chorassan. Da sie eine usprünglich iranische Adelsfamilie waren und die persische Sprache ihnen sehr am Herzen lag, setzten sie sich für deren Erhaltung, Verbreitung und Würdigung ein. So kam es, dass in dieser Zeit eine gute Basis für Wachstum und Blüte der Farsi-Literatur und –Dichtung gegeben war. Die Samaniden förderten Poeten, Schriftsteller und Übersetzer. In ihrem Staatsgebiet konnte sich das reichhaltige Gedankengut und die vielfältigen Neigungen und Talente auf kulturellem und wissenschaftlichen Gebiet frei entfalten. Die gegenüber Kultur und Wissenschaft offenen und freundlich gesinnten Samaniden-Herrscher, die selber eine höhere Bildung besaßen, schufen einen geordneten Rahmen, und diejenigen, die sich für Wissenschaften und Kultur engagierten, konnten unbekümmert und undogmatisch, auf ideeller und logischer Basis disputieren und studieren. Aus dieser wissenschaftlich und kulturell freien Atmosphäre erhoben sich viele noch heute weltbekannte Gelehrte wie z.B. Farabi, Biruni, Ebne Sina, Rudaki und Ferdowsi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Ansicht des russischen Iranistikers I.W. Oransky war es zuerst das Gebiet der Dichtung, aus dem sich die arabische Sprache gezwungenermaßen zurückziehen musste. Denn die Iraner, von den Herrschern bis zum Volk, bevorzugten die persische Sprache für den gesamten kulturellen Bereich. Zur Zeit der Samaniden sind deshalb viele Werke im Bereich der Literatur, Religion und Wissenschaft verfaßt und übersetzt worden. Zu den Übersetzungen in die persische Sprache in dieser Zeit gehört z.B. die Fabelsammlung Kalila und Dimna oder Panchatantra (fünf Sinne oder fünf Musen). Dieses Werk, dass zuvor von der Pahlawisprache ins Arabische übertragen worden war, wurde auf Anweisung des Samanidenherrschers Naser Ben Ahmad oder Naser II (914-943 n.Chr.) ins Persische übersetzt und einige Zeit später von dem Vater der Farsi-Dichtung Rudaki (859-941 n.Chr.) in Gedichtform gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Werk aus der Zeit der Samaniden ist die Übersetzung der Werke von At-Tabari in die persische Sprache. Dieser bedeutende islamische Historiker und Gelehrte aus Iran (839-923 n.Chr.) ist der Verfasser u.a. einer Chronologie (ta’rich) und einer Koranauslegung (Tafsir). Diese beiden Werke sind heute noch eine wertvolle Quelle für die Farsi-Literatur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit der Samaniden war also eine der bedeutendsten Abschnitte in der Geschichte der Farsi-Literatur, denn zu Beginn dieser Zeit lebte Rudaki und zu ihrem Ausgang hin Ferdowsi und Ansari, zwei Meister der Farsi-Dichtung. Auch noch viele andere Dichter aus dieser Zeit waren jeder einzelne bekannt und bedeutend und wie die historischen Dokumente belegen, waren selbst auch einige der Samaniden-Fürsten selber Dichter und Verfasser von literarischen Werken, wie z.B. Abul Fazl Balani und Schams-ul-Ma’ali Qabus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Historiker und Literaturwissenschaftler sind der Auffassung, dass es nur wenige Epochen in der persischen Literatur gab, in der so viele große Dichter und Gelehrte gelebt haben, und dass in einem relativ begrenzten Gebiet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufzeichnung der Geschichte Irans und die Sammlung der nationalen Geschichten und Erzählungen der Iraner in der Farsi-Sprache ist eine Besonderheit in der Zeit der Samaniden. Die Werke, die in dieser Zeit, d.h. im 4. Jahrh. n.d. Hidschra bzw. 10. Jahrh. n.Chr. verfasst wurden, beinhalten in der Regel bekannte geschichtliche Ereignisse oder Geschichten der Pahlewane, die alle unter Berücksichtigung der alten Quellen der Pahlawi-Sprache oder der Quellen, die aus dieser Sprache ins Arabische übersetzt worden waren, gesammelt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das „Schahname Ab-ul-Muayyed Balchi“ ist eines der literarischen Werke dieser Zeit. In ihm ist ein großer Abschnitt der Geschichte und den Geschichten der iranischen Pahlewane vor dem Islam bis zur Zeit der Araber und Muslime in Iran gewidmet worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ein weiteres Buch dieser Epoche können wir das &amp;quot;Schahname Abu-Mansuri“ nennen, dass Mitte des 4. Jahrhunderts n.d.Hidschra gesammelt und verfaßt wurde. Dieses Buch ist vom Gesichtspunkt der Echtheit der Quellen und ebenso aus der Sicht der inhaltlichen Anordnung, das beste poetische Schahname in diesem Jahrhundert. Die Bedeutung dieses Werkes ist nicht zuletzt auf seine Verwendung zurück zu führen. Das „Schahname Abu-Mansuri“ wurde erstmals von dem großen Dichter der Samanidenzeit Daqiqi (Abu Mansur Muhammad ibn Ahmad Daqiqi ca. 930-980 n. Chr.) in Versform gebracht. Aber leider verstarb Daqiqi noch jung, und vor Vollendung seines Werkes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Ende des 4. Jahrhunderts n.d. Hidschra hat dann der große persische Dichter und Meister der Sprache Ferdowsi das „Schahname Abu-Mansuri“ und das unvollendete Schahname von Daqiqi für die Dichtung seines ewigen Werkes – dem „Schahname“ oder „Buch der Könige“ – Gebrauch gemacht. Darüber wollen wir dann zu gegebener Zeit noch genauer berichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Bücher aus der Zeit der Samaniden über die iranischen Nationalhelden und tapferen Kämpfer aus mythischen Zeiten, die Ferdowsi hat als Quellen für sein Werk ebenso auch die Sammlung &amp;quot;Achbar-e Rostam&amp;quot; von „Azad Sarw“ genutzt, einem betagten Mann aus Merw (im heutigen Turkmenistan).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hakim Abul Qassem lebte zu einer Zeit, in der der Markt der Erzählungen und historischen Geschichten in voller Blüte stand. In diesen Tagen waren die Erinnerungen an die historischen Ereignisse in der Vorzeit Irans und die mythischen Sagen unter den Menschen im Land weit verbreitet und wurden von Mund zu Mund weiter gegeben und diese schenkten den Herzen der Menschen Ruhe und Zufriedenheit. An den langen Winterabenden hatten die Geschichtenerzähler und Vortragenden Hochsaison. Bei Festen und Feiern haben die Musikanten und Sänger mit ihren Vorträgen der mythischen Geschichten die Herzen der Menschen mit Freude, Begeisterung oder Trauer erfüllt. Die Heldentaten Rostams entzündeten die Flamme der Hoffnung in den Herzen und das Schicksal des Siawasch oder des Esfandiar füllte ihre Herzen mit Trauer und Leid und ihre Augen mit Tränen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Geschichte Bucharas heißt es:&amp;quot; Die Menschen in Buchara waren im Besitz von Trauergesängen für Siawasch, wie sie auch in allen Gegenden bekannt sind und die vortragenden Sänger wurden als „weinende Moghanen“ bezeichnet.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einer weiteren Stelle der Geschichte von Buchare heißt es, die Leute von Buchara für den Tod von Siawasch sonderbare Weisen besaßen und die Sänger sie die &amp;quot;Rache Siawaschs&amp;quot; nannten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogar außerhalb Irans, zu Beginn des Islams, hat ein Araber mit Namen „Naser Ben Hares“ die Geschichte von Rostam und Esfandiar, die er von den Leuten im Zweistromland erfahren hatte, weiter gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sammlung all dieser Geschichten, Mythen, Erzählungen, Elegien als gemeinsame Geschichte eines Volkes hat im Nationalepos &amp;quot;Schahname&amp;quot; von Ferdowsi ihr ewiges Schicksal gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusätzlich zu den mündlich überlieferten Geschichten gab es – wie schon gesagt - auch schriftlich aufgezeichnete Erzählungen und Begebenheiten und sehr viele Gebildete und Künstler, die sich die Sammlung und schriftliche Aufzeichnung dieser zum Ziel gesetzt hatten. Als ihre Werke können z.B. &amp;quot;یادگار زریر&amp;quot;, &amp;quot; اردشیر بابکان کارنامه &amp;quot; und &amp;quot;بهرام چوبین نامه&amp;quot; und andere genannt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für heute ist die Zeit unserer Ausführungen innerhalb dieser Sendereihe wieder um. Falls Sie neugierig geworden sind, was genau und wie Ferdowsi die alten Quellen genutzt hat, dann freuen wir uns mit Ihnen auf das nächste Mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und zum Abschluß noch eine Schlußfolgerung des bedeutenden deutschen Orientalisten Theodor Nöldeke zu Ferdowsis Schahname:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;quot;Dieses Naptionalepos ist so großartig, dass kein anderes Volk seinesgleichen besitzt.&amp;quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Teile (2 bis 5) unter: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/111141-ferdowsi-von-gestern-bis-heute-teil-2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/111179-ferdowsi-von-gestern-bis-heute-teil-3&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/111896-ferdowsi-von-gestern-bis-heute-teil-4&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://german.irib.ir/component/k2/item/112291-ferdowsi-von-gestern-bis-heute-teil-5&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: German.IRIB&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
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        <title>Russland und Iran kooperieren bei Energiegewinnung</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;Ungeachtet der auch von Russland unterstützten Sanktionen gegen den Iran wollen die beiden Länder langfristig bei der Energiegewinnung zusammenarbeiten.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schritte dahin sollten am Mittwoch anlässlich des Besuchs des iranischen Ölministers Massud Mirkasemi in Moskau vereinbart werden, teilte das russische Energieministerium gestern mit. Die russischen Gas- und Ölkonzerne Gazprom, Gazprom Neft und Lukoil haben bereits mit dem Iran Milliarden-Vereinbarungen unterzeichnet, um an der Entwicklung dessen Öl- und Erdgasfelder teilzuhaben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings liegen die meisten Projekte wegen der Sanktionen gegen Iran auf Eis. &lt;font size=&quot;1&quot;&gt;Reuters&lt;/font&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Handelsblatt vom 14.07.2010, Seite 18&lt;/span&gt;
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        <title>Die Süddeutsche: Volker Perthes über den Konflikt im Nahen Osten : Eine Stimmung wie vor dem Krieg</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;direction: ltr; text-align: left;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;   Im Nahen Osten wirkt jetzt eine unheilvolle Mischung aus Provokateuren, Autisten und Machtlosen.  &lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kriegsgefahr im Nahen und Mittleren Osten ist in den vergangenen Wochen dramatisch gewachsen. Vier Faktoren, die jeder für sich schon destabilisierend sind, verstärken sich dabei: Resignation, das Fehlverhalten lokaler Regierungen, ein regionales Machtvakuum sowie das Fehlen externer Vermittlung.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Resignation und Misstrauen: Die meisten Palästinenser und Israelis treten weiter für eine Zwei-Staaten-Lösung ein. Ebenso aber hat die Mehrheit die Hoffnung verloren, dass diese auch Realität wird - dass ein Abkommen über die Entstehung eines palästinensischen Staates in Gaza und der Westbank tatsächlich umgesetzt werden könnte. Auch in Syrien erwartet man vorerst keine zielführenden Friedensverhandlungen mit Israel. Vielleicht redet deshalb der syrische Präsident Assad eher zu häufig davon, dass Krieg eben auch eine Möglichkeit sei. In Nahost glauben nicht wenige: Wenn Friedensprozesse stagnieren, könnte ein kleiner Krieg sogar nützlich sein. Man denkt dabei an den Krieg von 1973, der letztlich zum ägyptisch-israelischen Frieden geführt hat. Die jüngsten Kriege - der Libanon-Krieg von 2006 und der Gaza-Krieg am Jahreswechsel 2008/ 2009 - haben diese wagemutige These allerdings nicht bestätigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iran, am anderen Ende der Region, demonstriert nach den neuerlichen Sanktionsbeschlüssen vor allem Unbeugsamkeit. Tatsächlich traut die iranische Führung dem Westen so wenig wie umgekehrt der Westen diesem Regime, doch verstärkt Teheran selbst immer wieder das internationale Misstrauen. Wiederholte Äußerungen des iranischen Präsidenten über den unabwendbaren Untergang Israels geben all jenen Auftrieb, die ohnehin überzeugt sind, dass man das iranische Atomprogramm irgendwann militärisch ausschalten müsse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fehlverhalten der lokalen Regierungen: Wichtige Akteure wie die israelische oder die iranische Regierung betreiben Politik am Rande des Abgrunds, weil sie entweder Autisten sind, die ihre Umwelt nicht mehr richtig wahrnehmen oder durch provokantes Verhalten das eigene Gewicht erhöhen wollen. Der Netanjahu-Regierung wird schon länger strategische Blindheit attestiert, weil sie durch ihr kurzsichtiges Festhalten an Siedlungen und besetztem Gebiet das langfristige Interesse Israels an einem fairen Ausgleich mit den Palästinensern gefährdet. Im Fall der Gaza-Hilfsflotte trat überdies ein politischer Autismus zu Tage: die Unfähigkeit wahrzunehmen, dass auch befreundete Staaten die humanitären Konsequenzen der Blockade des Gazastreifens nicht mehr akzeptieren wollen, dass sie bei den eigenständigen Interpretationen des Völkerrechts durch die israelische Regierung mindestens nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Äußerungen israelischer Regierungsvertreter erweckten den Eindruck eines isolierten Landes, das überall nur noch Feinde sieht. Und natürlich hat Israel echte Feinde, die solche Bekundungen der Schwäche nutzen. Teheran und die libanesische Hisbollah spielen dabei die Rolle der Provokateure. Ihre Ankündigung, weitere Schiffe Richtung Gaza zu senden, setzt auf neue Zusammenstöße auf See. Offensichtlich ist ihnen egal, dass sie damit das einzig positive Resultat der so furchtbar gescheiterten Gaza-Flotte gefährden werden: Israel zu einer ersten Lockerung der Blockade bewegt zu haben. Wer beweisen will, dass Israel gute Gründe hat, Gaza von der Seeseite aus abzuschließen, der muss nur Schiffe vom Libanon oder Iran aus schicken. Ein Zwischenfall kann leicht zu einer umfassenderen Auseinandersetzung zwischen der Hisbollah und Israel eskalieren. Tatsächlich könnte die Hisbollah Interesse an einem begrenzten Krieg haben, schon um von der im Herbst erwarteten Anklageerhebung des UN-Sondertribunals abzulenken. Es ermittelt wegen des Mordes am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri, und dabei sind auch gegen die schiitische Organisation Verdachtsmomente aufgetaucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Machtvakuum in der arabischen Welt: Dort gibt es heute keine Führungsmacht, die Stabilität über die eigenen Grenzen hinaus verbreiten könnte. Bis der Irak wieder eine regionale Rolle spielen kann, wird es dauern. Der saudische König hat primär eine innenpolitische Reformagenda. Syrien sitzt Krisen vornehmlich aus. Ägypten stagniert politisch und verliert damit auch regionalen Einfluss. Katar überschätzt seine Kräfte. Die regionale Großmacht heißt heute Iran. Den arabischen Staaten gefällt diese Realität nicht. Sie fürchten aber einen Krieg zwischen Iran und Israel (oder den Vereinigten Staaten), haben selbst aber kaum Einfluss auf die Entwicklung. Tatsächlich wird die Dynamik innerhalb der Region inzwischen von drei Staaten getrieben, die alle nicht zur arabischen Welt gehören: von Israel, von Iran und zunehmend von der Türkei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fehlende externe Vermittlung: Die türkische Regierung hat in den vergangenen Jahren aktiv zwischen regionalen Konfliktparteien vermittelt: zum Beispiel zwischen Israel und Syrien, innerhalb des Libanon zwischen Israel und der Hamas und zuletzt zwischen Iran und der internationalen Gemeinschaft. Es wäre sinnvoll, wenn sie diese Rolle weiter ausfüllen würde. Tatsächlich aber riskiert Ankara zunehmend, sich in die Konflikte des Nahen Ostens hineinziehen zu lassen, selbst Partei zu werden und damit die Position des ehrlichen Maklers zu verlieren. Bleiben also die USA und Europa. Amerikas Nahostpolitik unter Präsident Obama hatte stark begonnen. Aber die 'ausgestreckte Hand', mit der er sich Iran näherte, hat sich wieder zur Faust verkrampft. Bemühungen um die Wiederaufnahme israelisch-palästinensischer Verhandlungen blieben zunächst im Ansatz stecken. Mindestens bis zu den Kongresswahlen im Herbst dürfte Obama mit innenpolitischen Problemen beschäftigt sein, die eine aktive Vermittlung im Nahen Osten nahezu ausschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die EU? Von aktiver Krisendiplomatie der neuen EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton lässt sich bislang nicht sprechen, und auch unter den Außenministern der großen Mitgliedstaaten scheint niemand sich auch nur der Aufgabe annehmen zu wollen, Israel und die Türkei, zwei enge Partner Europas, wieder miteinander ins Gespräch zu bringen. Spannungen im Nahen und Mittleren Osten, so die Erfahrung, lösen sich aber selten mit der Zeit von alleine oder durch ein selbständiges Einlenken der Beteiligten - sondern bestenfalls durch aktives, nachdrückliches Eingreifen regionaler oder internationaler Akteure. Oder sie lösen sich gewaltsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Volker Perthes, Jahrgang 1958, ist Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Foto: SWP&lt;/span&gt;&lt;br style=&quot;font-style: italic;&quot; /&gt;&lt;br style=&quot;font-style: italic;&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Süddeutsche Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br style=&quot;font-style: italic;&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Nr.151, Montag, den 05. Juli 2010 , Seite 2&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
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        <title>Focus: Imam-Nachwuchs mit Diplom</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;  Deutsche Hochschulen sollen islamische Theologen ausbilden. Sie wären durchaus bereit dazu – es sind die Muslime selbst, die an der Idee zweifeln.&lt;/font&gt; &lt;br /&gt;&lt;br style=&quot;font-style: italic;&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Von FOCUS-Redakteur Hartmut Kistenfeger  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Mit gemischten Gefühlen erinnert sich Esnaf Begic an seine Zeit als Imam für bosnische Muslime im Ruhrgebiet: 100 bis 200 Chefs wollten ihn gleichzeitig dirigieren, je nach Größe der Moschee. Die Familien der Gläubigen brachten sein Salär auf und erhoben Anspruch auf Einfluss. Die Folge für ihn: Ein dauernder „Eiertanz“ voll diplomatischer Rücksichtnahme, erinnert sich der frühere Frontmann in der Moschee, heute Wissenschaftler an der Universität Osnabrück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als bei den Theologen der christlichen Kirchen existieren für Imame in Deutschland keine anerkannten Ausbildungswege, geschweige denn gesicherte Besoldungsstrukturen. Gottesmänner, die nebenbei Taxi fahren oder Gemüse verkaufen, sind keine Seltenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur der vom türkischen Religionsministerium gelenkte Moscheeverband Ditib bekommt seine Imame aus Ankara geschickt und bezahlt. Die anderen suchen ihr Personal unter pensionierten Vorbetern anderer Länder, schulen selber, senden Jugendliche aus den Gemeinden zur Ausbildung in die islamische Welt oder müssen auf Koran-kundige Autodidakten zurückgreifen. Qualitätsmaßstäbe? Fehlanzeige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Imam-Ausbildung ist eine Machtfrage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rettung erhofft sich die deutsche Politik von zwei oder drei Fakultäten Islamischer Theologie an den deutschen Hochschulen. Der Wissenschaftsrat empfiehlt, die Politik drängt, die Muslime selber aber zögern. Das ist das erstaunliche Ergebnis eines Treffens, zu der die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart diese Woche geladen hatte. Die entscheidende Frage ist nicht geklärt: Wer bestimmt am Ende, wer die ersten Theologen-Generationen für deutsche Moscheen prägt? Eine echte Machtfrage, wenn der Anteil muslimischer Kinder in den Städten stetig wächst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Muslime sollen nach dem Wissenschaftsrats-Modell über die künftigen Imam-Ausbilder mitentscheiden. Die Universitäten würden in diesem Verfahren die akademischen Standards garantieren und die Bewerber auswählen. Ein muslimischer Beirat soll anschließend klären, ob es aus religiösen Gründen Einwände gegen die Kandidaten gibt. Schließlich sollen die Theologen später auch Beschäftigung in den Moscheen finden. Da wirkt der Fall des ersten Professors nach, der in Münster Lehrer für den islamischen Religionsunterricht ausbilden sollte. Muhammad Kalisch bestritt, dass der Prophet Mohammed gelebt habe – die islamischen Verbände wandten sich mit Grausen ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: Focus online&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
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        <title>Iran plant Start eines neuen Satelliten im August</title>
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        <description>&lt;div style=&quot;text-align: left; direction: ltr;&quot;&gt;  Teheran (France-Presse/MEHR) - Iran will in der letzten August-Woche, in der auch die Leistungen des Kabinetts gefeiert werden, einen neuen künstlichen Erdsatelliten starten.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das meldet France-Presse unter Hinweis auf den iranischen Telekommunikationsminister Reza Taqipur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Satellit Rassad-1 (Beobachtung) wird mit einer iranischen Rakete während der Regierungswoche ins All gebracht“, sagte der Minister, den die iranische Nachrichtenagentur Mehr zitiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regierungswoche, während der die Leistungen des iranischen Kabinetts gefeiert werden, wird im Land Ende August begangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch früher schon hatte Iran Raketen ins All geschossen. So hatte der erste Teststart der Rakete Kawoschgar-1, die für die Gewinnung von Forschungsangaben und die Einsteuerung des ersten nationalen künstlichen Erdsatelliten auf die Umlaufbahn bestimmt war, im Februar 2008 stattgefunden. Im November desselben Jahres schoss Teheran die zweite Rakete - Kawoschgar-2 - mit einem Block von Forschungsgeräten ins All. 40 Minuten nach dem Start kehrte der Landeapparat zur Erde zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie iranische Medien berichteten, war es gelungen, mit Hilfe der Kawoschgar-2 den atmosphärischen Druck und die Windgeschwindigkeit in unterschiedlichen Höhen zu messen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die iranischen Nachrichtenagenturen gaben am 3. Februar 2010 bekannt, dass Teheran mit einer Trägerrakete aus eigener Produktion eine Kapsel mit „lebenden Organismen“ ins All geschickt habe, die für wissenschaftliche Forschungen genutzt werden sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Start wohnten der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und die militärische Führung des Landes bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfang Februar dieses Jahres stellte Iran die Satelliten Tolu, Mesbah-2, den Satelliten Mehdi für Studentenforschungen und das Triebwerk der Trägerrakete Simorg vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle gesamten Weltraumprojekte der IRI wurden von iranischen Wissenschaftlern ausgearbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Quelle: German.IRIB&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
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